ISP Working Paper | Indien im Spannungsfeld von (Neo)Realismus, Interdependenz und Chinas Belt and Road Initiative

Mit der Rückkehr der Volksrepublik China als eurasischer Macht auf die weltpolitische Bühne nach 100 Jahren der Depression und einer damit einhergehenden offensichtlichen Verlagerung des globalen geopolitischen Fokus vom atlantischen in den indopazifischen Raum, werden die Karten im Spiel um die globale machtpolitische Führung neu gemischt. Die durchaus stabile bipolare Ordnung des 20. Jahrhunderts ist mit dem Zerfall der Sowjetunion in eine ungewisse Phase einer Neuausrichtung eingetreten. Wenngleich die nach wie vor global dominante Macht USA ein zentrales Gravitationszentrum darstellen, so sind mit der Volksrepublik China aber auch der Europäischen Union neue potentielle Zentren entstanden, die einerseits die USA herausfordern, andererseits ehemalige Weltmächte wie die Russische Föderation und aufstrebende Schwellenmächte wie Indien in Bedrängnis bringen. Insbesondere Chinas „Belt and Road Initiative“ und deren ökonomische wie geopolitische Dimension bereiten nicht nur der Russischen Föderation, sondern ganz besonders Indien Sorgen.

 

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ISP Working Paper | Norbert LACHER | Indien im Spannungsfeld von (Neo)Realismus, Interdependenz und Chinas Belt and Road Initiative